Journal - der neue Kopf!

Das Journal - Ausgabe 08/2026

Die August-Ausgabe mit den Motiven aus dem Barockschloss Crossen... - Nr. 121/11. Jahrgang - 20.08.2026


Thomas Haas © ,  2025  © by Jenny Haas

Editorial - Thomas Haas  

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Fotofreunde, herzlich willkommen zur August-Ausgabe des Journals. Zugegeben, es war eng getaktet, denn wir waren selbst für einige Tage auf Reisen, und trotz getroffener Vorbereitungen mussten die Einzelteile noch zu einem Gesamtwerk verbunden werden. Begonnen wird mit dem Barockschloss in Crossen. Der Aufmacher zeigt Motive aus der Lost Places-Tour mit der Foto-Faktorei. Es wird im September dazu einen „Tiefgang“ geben, denn die Geschichte ist damit längst nicht erzählt. Einige Motive aus „Port Olpenitz“ werden gezeigt. Dem Resort aus dem „architektonischen Zauberkasten“ stehe ich sehr kritisch gegenüber, ich sehe es mehr als Finanzprodukt wie Urlaubsziel. Meine Schwester Siggi Musch steuert einen Gastartikel bei. Vielen Dank dafür! Das Château de Chambord war eines ihrer Urlaubsziele 2026. Ein Tierischer Artikel über die Alpaka-Wanderung im Harz ist eingestellt. Der Rotweingedanke beschreibt die Veränderungen der Erntezeit, ich kann da selbst schon einen langen Zeitraum überblicken. Von Dieter Reindl habe ich eine Tengor-Box übernommen. Diese wurde um 1930 in Blaubeuren eingekauft. Dem Photohaus Wörz bin ich auf der Spur. Danke Dieter, die Box hat Geschichte! Der Slider zeigt Sonnenblumen-Variationen, das Zaunmotiv ein „verfressenes“ Alpaka. Und natürlich gibt es auch das Motivationsbild, es kommt vom Ostseestrand, sowie das Bild des Monats - in dieser Ausgabe ein altbekanntes Ulmer Motiv.

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Spaß mit dieser Journal-Ausgabe!


Noch ein technischer Hinweis: Das Journal wird in einem Baukasten unter Opera aufgebaut. Andere Browser, z.B. Firefox oder auch Microsoft Edge und Google Chrome interpretieren einige grafische Feinheiten oder Schriften etwas anders. Dagegen bin ich leider machtlos, wie viele andere Seitenbetreiber auch....

Zwei KI-Modelle werden im Journal eingesetzt. Mit ChatGPT und MS Copilot werden Texte und Bilder bearbeitet und analysiert. KI ist damit in den workflow integriert, ohne dabei die redaktionelle Handschrift zu verlieren. Wir arbeiten im jetzt und heute...



Der Aufmacher zur Ausgabe 08/2026 - Das Barockschloss in Crossen...

Das Thema im August: Mit der Foto-Faktorei auf Lost Place-Fototour...

Schloss Crossen, erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, gehört zu den Anlagen, die sich nicht in einem einzigen Stil fassen lassen. Über Jahrhunderte wurde gebaut, erweitert, überformt – jede Epoche hat ihre Schicht hinterlassen. Die barocken Umbauten gaben dem Ensemble seine heutige Silhouette, während das 19. Jahrhundert die repräsentativen Räume prägte, die noch heute den Charakter des Schlosses bestimmen.

Im frühen 20. Jahrhundert wechselte Crossen in den Besitz der Familie, die auch die Köstritzer Brauerei führte. Für kurze Zeit war das Schloss Teil einer Unternehmergeschichte, die weit über die Region hinausreichte. Doch die politischen Brüche des Jahrhunderts ließen diese Phase schnell enden. Nach 1945 übernahm die DDR das Gebäude, nutzte es funktional und hinterließ Spuren, die bis heute sichtbar sind: umgenutzte Räume, pragmatische Eingriffe, verlorene Substanz.

Nach der Wende fehlten Konzepte und Mittel. Restaurierungen begannen punktuell, kamen ins Stocken, wurden neu gedacht und wieder verworfen. Heute steht Crossen als ein Ort zwischen Zeiten – reich an Geschichte, gezeichnet von Jahrzehnten,

und zugleich voller Fragen, die noch niemand beantworten kann. Genau dort beginnt diese Reportage.

Das Schloss in Crossen - durch die Gitterstäbe des Tores, das sich für uns öffnete... Menschenleer und ohne Autos!

Das Schloss in Crossen - durch die Gitterstäbe des Tores, das sich für uns öffnete...

Bevor sich das Tor für die Gruppe öffnete, bevor Stimmen und Schritte den Hof füllten, stand ich allein vor Schloss Crossen. Eine Stunde früher als alle anderen – ein deutlicher Vorsprung, der mir Bilder ermöglichte, die später niemand mehr machen konnte. Durch die Stäbe fotografierte ich den Innenhof, noch leer, noch unberührt, noch ohne die Autos, die später jede Perspektive blockieren würden. Es war der einzige Moment des Tages, in dem Crossen sich zeigte, wie es wirklich ist.

Als die Gruppe eintraf, hatte die Hitze längst übernommen. Am Nachmittag dann bis zu 38 Grad im Innenhof, flirrende Luft, Stein, der brannte. Die Mauern warfen harte Schatten, die sich wie Schneisen durch die Architektur zogen. Fotografieren wurde zur körperlichen Arbeit – nicht wegen der Technik, sondern wegen der Temperatur. Crossen ist ein Ort, der sich nicht einfach abbilden lässt. Man muss ihn in der Rekord-Hitze auch aushalten.


Crossen ist kein Schloss, das man einfach betritt. Man steigt, man klettert, man tastet sich vor. Die schmale Stiege hinauf zum Turm, der Dachboden unter dem Gebälk, Räume, die sich erst im zweiten Blick öffnen. Es ist ein Ort, ein Lost Place, der nicht

nur fotografiert, sondern erlebt werden muss.

Es war einmal eine Küche...

Es war einmal eine Küche...

Leitsystem: Turnhalle

Leitsystem: Turnhalle

Glockenstuhl und Uhrwerk...

Glockenstuhl und Uhrwerk...

Kettenzüge der Sportgeräte...

Kettenzüge der Sportgeräte...

Dachboden mit Turmaufgang...

Dachboden mit Turmaufgang...

Die DDR hatte im Schloss schon gnadenlos zugeschlagen – und die Zeit nach der Wende hat den Rest besorgt.


Die Kapelle ist heute eine Turnhalle, die Küche im Keller ist hinüber, der Dachboden offen und roh. Das Wohnheim des DDR‑Lehrerfortbildungsinstituts steht noch, als hätte man

es gestern verlassen. Nur eine einzige Fassade im Innenhof des Schlosses wurde restauriert.

Der Rest wartet. Und er wartet schon lange.

Uhrwerk - die Achsen führen auf die Zeiger der Turmuhr...

Uhrwerk - die Achsen führen auf die Zeiger der Turmuhr...

Zur Uhr gehören auch zwei Glocken...

Zur Uhr gehören auch zwei Glocken...

Blick von oben in den Schlossinnenhof, Schloss Crossen, 2026

Blick von oben in den Schlossinnenhof, Schloss Crossen, 2026

Der Festsaal ist ein fotografischer Traum – und zugleich

ein Raum, der sich gegen jede schnelle Aufnahme wehrt.

Das Deckengemälde habe ich aus vierzehn Einzelmotiven gestiched. Erst in der Montage zeigt sich, was der Raum

noch immer kann: jeder Riss, jede Farbschicht, jede schon

Der Festsaal mit kardinalsroter Bestuhlung...

Der Festsaal mit kardinalsroter Bestuhlung...

Ich habe mit einem Mitglied des Fördervereins gesprochen. Der Berg hinter dem Schloss rutscht, und die Stabilisierung soll acht bis zehn Millionen Euro kosten.

Um Punkt zwölf stand ich auf der schmalen Stiege zum Turm. Die Hitze lag schwer auf den Mauern, und der Holztritt unter meinen Schuhen knarrte bei jedem Schritt.

Dann schlug die Turmuhr – direkt über mir, so nah, dass der Klang nicht nur hörbar, sondern körperlich spürbar wurde. Danach fotografierte ich die Mechanik und die beiden

Glocken im Glockenstuhl, ein technisches Herz, das seit Jahrzehnten zuverlässig arbeitet. Durch den engen Ausstieg gelangte ich auf den Umgang rund um den Turm.

Die Tür nach draußen war mit einer Schneeschippe gegen

den Winddruck gesichert.

Es brauchte einen Moment der Überwindung, um hinauszutreten – aber genau dort zeigte sich Crossen in

einer Perspektive, die man nur bekommt, wenn man den

Turm wirklich besteigt.


Über diese Anhöhe sind Heerscharen gezogen...

Über diese Anhöhe ist einst auch Napoleon gezogen...

vorhandene Spur der Restauratoren.

Die Farbschemata liegen offen, abgeplatzte Farben erzählen von Jahrzehnten, in denen niemand Zeit oder Geld hatte, sich um diesen Ort zu kümmern.

Farbschichten und Materialproben im Festsaal...

Farbschichten und Materialproben im Festsaal...

Restauratorische Vorbereitungen...

Restauratorische Vorbereitungen...

Der Blick zur Decke - aus 14 Aufnahmen gestiched. Juni 2026

Der Blick zur Decke - aus 14 Aufnahmen gestiched...


Die Recherchen zum Schloss Crossen waren intensiv, die Fotografie dort in der Juni-Hitze 2026 ebenfalls. Die Serie hier zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der entstandenen Motive - eben eine Reportage im Journal.



Crossen bekommt aber deutlich mehr Platz.

Im September soll eine Ausgabe des „Tiefgangs“ veröffentlicht werden. Bilder und Geschichte(n) um das Schloss Crossen!




Der Festsaal spiegelt sich im Klavierlack des Konzertflügels - Schloss Crossen, Juni 2026

Der Festsaal spiegelt sich im Klavierlack des Konzertflügels - Schloss Crossen, Juni 2026

Ein kleiner Verein, eine gigantische Aufgabe. Ob Crossen diese Zukunft bekommt, ist fraglich. Vielleicht ist es genau deshalb ein Ort, den man jetzt fotografieren muss – bevor die Zeit endgültig entscheidet.


Motive aus Port Olpenitz...

...Architektursünden-Fotografie an der Ostsee, nahe Kappeln!

Reihenhäuser auf dem Wasser - Port Olpenitz, 2026

Reihenhäuser auf dem Wasser - Port Olpenitz, 2026

Port Olpenitz beeindruckt durch seine Lage zwischen Schlei und Ostsee. Doch die Frage bleibt, ob hier ein neuer Küstenort entstanden ist – oder vor allem eine Ferienimmobilie im XXL-Format. Wo früher ein abgeschirmter Marinestützpunkt lag, steht heute eine dichte Bebauung aus Ferienhäusern und Apartments. Die Architektur polarisiert, die Infrastruktur wirkt knapp bemessen, und die gesamte Verkehrs-erschließung konzentriert sich auf eine einzige Zufahrt.

Wer den Ort besucht, kann sich des Eindrucks kaum entziehen, dass hier die Vermarktung der Grundstücke wichtiger war als das Entstehen eines lebendigen Ortes.

Das ehemalige Hafengelände wurde mit Blick auf Sturmfluten, Wellen und den Betrieb schwerer Marineschiffe geplant. Die Kaianlagen, Aufschüttungen und Geländehöhen waren auf extreme Belastungen ausgelegt. Dass die Ostseesturmflut 2023 dort keine oder nur geringe Schäden hinterließ, während andere Küstenorte massiv betroffen waren, ist deshalb kein Zufall. Das ist eine bemerkenswerte historische Kontinuität: Die militärische Ingenieurplanung kommt heute einem zivilen Ferienresort zugute.

Ferienwohnungen an der Mole, Port Olpenitz, 2026

Ferienwohnungen an der Mole, Port Olpenitz, 2026

Noch eine Reihe in der ersten Reihe...

Noch eine Reihe in der ersten Reihe...

Ein Ort entsteht nicht allein aus Häusern. Er wächst aus Geschichte, Begegnungen und einer Infrastruktur, die das Leben trägt.

Einfach nur überteuerte Massenware oder „Ferientraum?“

Einfach nur überteuerte Massenware oder „Ferientraum?“

Ob Port Olpenitz diesen Weg noch gehen wird oder ein exklusives Ferienresort bleibt, wird erst die Zukunft zeigen.

Und die Nachverdichtung der ersten Reihe geht weiter...

Und die Nachverdichtung der ersten Reihe geht weiter...


Ja, Bausünden gab es schon immer...

Sandburg! Damp als Gesamtansicht - wie eine Sandburg optisch auf den Deich gesetzt. - August 2026

Damp als Gesamtansicht - wie eine Sandburg optisch auf den Deich gesetzt - August 2026

Ursprünglich wurde Damp in den 1970er-Jahren als Großprojekt „Damp 2000“ als moderne Feriensiedlung und Klinikstandort erbaut. Der Komplex wurde im Laufe des Jahres 1973 eröffnet.

Damp als Sandburg, mit Unterstützung von Copilot!

Damp als Sandburg, mit Unterstützung von Copilot - der passende Übergang zum Artikel meiner Schwester Siggi Musch...


Französische Impressionen...

...ein Gastbeitrag meiner Schwester Siggi Musch.

Schloss Chambord - Außenansicht, leider kein grüner Rasen... © by Siggi Musch, 2026

Außenansicht, leider kein grüner Rasen...

Während unseres Urlaubes im Loiretal konnten wir auch das bekannte Château de Chambord besuchen. Von aussen schon beeindruckend anzusehen, waren wir gespannt was uns innen erwartet. Doch erstmal ein paar Fakten:

Erbaut wurde es ab dem Jahre 1519 zu Ehren Franz I. und ist ein Meisterwerk der besten französischen und italienischen Künstler, Architekten und Maurermeister. Zwar wird in keiner Aufzeichnung der Architekt genannt, doch die bekannte Doppelwendetreppe und der Dijon werden der Inspiration

von Leonardo da Vinci zugeordnet.

Seit 1930 befindet sich das Château in Staatsbesitz und wurde nach seiner Renovierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das 500 Jahre alte Gemäuer beherbergt mehr als 400 Räume die durch 77 Treppen miteinander verbunden sind. 282 Schornsteine sollten für Wärme sorgen.

Seit 1981 gehört das Anwesen von Chambord zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Park des Châteaus umfasst 5433 Hektar und ist mit einer 32 km langen Mauer umgeben.


Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Einmaligen Ansichten...

© by Siggi Musch, 2026

Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Treppenturm der Königsgemächer...

Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Der Treppenturm der Königsgemächer...

Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Doppelwendeltreppe, Treffpunkt...

Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Die Treppenspitze, die Turmlaterne...

Doppelwedeltreppe, Einstieg Erdgeschoss

Doppelwedeltreppe, Erdgeschoss...

Mich haben vor allen Dingen die Treppen faziniert, wie man an den Bildern unschwer erkennen kann.
Die Doppelwendeltreppe endet im 4. Stock mit der Turmlaterne, unglaublich beeindruckend. Von dort hat man einen wunder-baren Blick auf Gärten, Wälder und natürlich die Dächer.

Château de Chambord - ©by Siggi Musch, 2026

Rundgang über die Terrassen...

Die seitlichen kleineren Wendeltreppen wurden nachträglich angebaut um schnell nach oben oder unten zu gelangen, ohne durch das ganze Gebäude laufen zu müssen.


Die Besichtigung war ein unglaubliches Erlebnis, das noch lange nachhallt. Es gab an jeder Ecke etwas zu entdecken, ich konnte mich gar nicht sattsehen.

Danke Dir Thomas, das ich einen kleinen Beitrag zu Deinem Journal beisteuern dürfte.
So wie Du den Norden, habe ich Frankreich im Herzen.


Um mit den Tieren zu marschieren...

...zwei Tage im Harz!

Alpaka-Hengste und Wallache, August 2026

Alpaka-Hengste und Wallache, August 2026

Alpaka - die Infobox:

Herkunft: Anden, domestizierte Kamelart

Gewicht: 55–65 kg

Schulterhöhe: ca. 90 cm

Lebensdauer: 15–20 Jahre

Tragzeit: 335 Tage

Ernährung: Gras, Heu, Wasser, Mineralstoffe

Charakter: ruhig, sozial, neugierig

Felltypen: Huacaya (gekräuselt), Suri (glatt)

Fun-Fact: Höchstgeschwindigkeit 48 km/h – aber selten.


Ein Tiny House, eine Herde Alpaka-Hengste und Wallache, eine Wanderung über Felder und Wiesen. Alpakas, die ihre Ordnung kennen und den Menschen kaum beachten.

Zwei Tage im Harz, die zeigen, wie eine Begegnung aussieht, wenn man die Tiere nicht verklärt.

Ein Tiny House mit Blick auf die Weide...

Am Sonntagmorgen standen wir auf der Terrasse, als die Tiere auf die Weide kamen. Ein ruhiger, selbstverständlicher Ablauf. Die „Jungs“ bewegen sich gemeinsam, aber mit Abstand. Zwanzig Zentimeter reichen völlig aus, um Nähe zu definieren. Mehr wollen sie nicht.

Die Szene vor uns war kein Postkartenmotiv, sondern ein funktionierendes System. Die Tiere wirken, als gehörte der Ort ihnen allein.

Der Bursche heißt „Prince“...

Prince - unser Wander-Alpaka...

Die Alpaka-Wanderkollegen...

Bunt gemischt...

Die Alpaka-Wanderkollegen...

Noch Fragen? Braucht noch jemand eine Auskunft?

Die Wanderung – wir marschieren mit Profis...

Unsere Alpakas standen bereit, und Ute bekam mit „Prince“ genau den Wunschkandidaten. Ein Tier für Erwachsene, geschätzt sechzig Kilogramm schwer. Die Stunde über Felder und Wiesen war kein Spaziergang, sondern ein Marsch in festgelegter Ordnung.

Alle Tiere laufen in ihrer Rangfolge hinter dem Leithengst.

Nur so funktioniert es. Der Mensch am anderen Ende der Leine spielt dabei kaum eine Rolle. Die Tiere kennen die Strecke auswendig. Und bestimmt würden sie den Weg auch mit verbundenen Augen finden.

Die Alpaka-Wanderkollegen...

...die Wanderkollegen!

Vor der Wanderung gab es eine klare, tiefgehende Einführung. Alpakas sind Fluchttiere. Sie mögen keine Berührung, keinen Körperkontakt – nicht einmal untereinander. Die verbreitete Vorstellung vom „Kuscheltier“ ist falsch.

Hengste sind rangorientiert und nicht zimperlich. Bei Kämpfen um die Vorherrschaft kommt es zu Bissen, die den Gegner kastrieren können.

Kinder dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nur

mit zwei Führstricken und einem Erwachsenen gehen.

Die Tiere sind keine Spielgefährten, sondern sensible, aber klare Charaktere.


Die Portraits wurden mit der Lumix FZ330 aufgenommen,

die Tiere sind auf der Weide ständig in Bewegung.

Brennweiten, bezogen auf KB: 300 - 1.200 mm

Die eingeplante Pause ist ihnen vertraut. Wie auf Kommando gehen die Köpfe nach unten – aber nur auf eine Wiese, die an dieser Stelle ungedüngt sein muss. Die Tiere laufen ruhig, ohne große Szenen, ohne Töne. Und wenn eine kurze Episode endet, wirken sie so, als hätten sie sie längst vergessen.

Abschluss – Kaffee, Gebäck – und der Hofladen...

Nach der Wanderung gab es Kaffee und selbstgemachtes Gebäck. Der Hofladen wurde für uns geöffnet, mit Produkten aus der eigenen Alpakawolle. Ein ruhiger Abschluss eines Events, der weniger über Nähe erzählte als über Ordnung, Verhalten und die Selbstverständlichkeit, mit der diese Tiere ihren Weg gehen.


Erntezeiten...

...der Rotweingedanke zur Ausgabe 08/2026

Der phänologische Kalender hat sich in meiner Lebensspanne ständig verschoben. Der Winter, einst ein verlässlicher Abschnitt, dauerte im Mittel von 1961–1990 rund 120 Tage.

Von 1991–2020 waren es nur noch 101. Ein Verlust von fast

drei Wochen – langsam, aber stetig.

In diesem Sommer kommt etwas Neues hinzu: Beschleunigung. Die Hitzeperioden haben uns zusätzlich

rund 14 Tage vorausgeschoben. Die Mähdrescher standen früher auf den Feldern als erwartet, meine Erntebilder sind

am 09. Juli entstanden – ein Datum, das früher noch tief im Hochsommer lag, nicht im Erntezeit-Fenster.

Die Landschaft zeigt es ohne Kommentar: Ein Emmerfeld,

das noch steht wie ein Versprechen. Daneben Flächen, die

die Hitze nicht mehr tragen konnten, regelrecht verbrannt. Ein Feldweg durch Kulturlandschaft, halb geerntet, halb wartend. Und über den Äckern flirrt die Luft – eingefangen mit auf das Kleinbild bezogenen 1.200 mm, ein Sommer, der sichtbar vibriert. Im Hintergrund zieht ein CLAAS-Mähdrescher seine Kreise, als hätte jemand den Kalender einfach vorgeblättert...

Vielleicht ist das die neue Normalität. Vielleicht nur ein Sommer. Aber die Bilder erzählen klarer als jede Statistik:

Die Jahreszeiten sind längst in Bewegung. Es ist an der Zeit, genauer hinzusehen - und Zeit zum Handeln!


Quellenangabe: die Werte sind vom Deutschen Wetterdienst.

Flirrende Luft und Staubwolken - Ernte Anfang Juli 2026

Flirrende Luft und Staubwolken - Ernte Anfang Juli 2026

Emmerfeld, nicht ausgereift, aber ausgedörrt...

Emmer-Feld, nicht ausgereift, aber ausgedörrt...

Feldweg bei Unterkirchberg am 09.07.2026

Feldweg bei Unterkirchberg am 09.07.2026


Urgetreide gibt es nur in der Werbung...

Aus Sicht des Max Rubner-Instituts eine ergänzende Angabe wie zum Beispiel „Einkorn ist ein Urgetreide“ bzw. „Dinkel ist eine Urweizenart“ bei der Kennzeichnung von Dinkel-, Emmer- und Einkornprodukten als irreführend im Sinne des Verbraucherschutzes einzustufen. Diese Begriffe sind rechtlich nicht geschützt und vermitteln dem Verbraucher fälschlicherweise eine Aussage über die ursprüngliche, nicht veränderte Natur der Getreideart, ohne die tatsächliche Herkunft wissenschaftlich zu belegen.



Die Entscheidung des Gesetzgebers, dass bei glutenhaltigen Getreidearten, z. B. bei der Verwendung von Dinkel, aufgrund des allergenen Potenzials eine eindeutige Bezugnahme auf die Getreideart, d. h. „Weizen“ im Zutatenverzeichnis hinzugefügt werden muss, z. B. Weizen oder Weizen (Dinkel) oder Dinkelweizen, wird durch die hier gemachten Ausführungen unterstützt. Da Einkorn, Emmer und Kamut® ebenfalls glutenhaltig sind, ist bei der Verwendung dieser Getreidearten ebenfalls eine eindeutige Kennzeichnung als Weizen vorzunehmen.

...auf die Seite des Max Rubner-Instituts.

Emmer-Feld 2026 - so sollte es auch aussehen! - Details der Ähren

Ein Acker-Traum, so sollte es aussehen, das Emmer-Feld...


Die Tengor Box aus dem Photohaus Wörz...

...Blaubeuren um 1930 - eine Überlassung mit Geschichte!

Als Emil Wörz um 1930 sein Photohaus

in Blaubeuren eröffnete – eingetragen unter HRA 1315 beim Amtsgericht Blaubeuren – begann eine neue Phase der lokalen Fotografie. Neben Porträtaufnahmen und der Produktion eigener Ansichtskarten verkaufte Wörz auch Kameras an die wachsende Zahl von Amateurfotografen.

Das Metallschild von Photo-Wörz, Blaubeuren

Eine dieser Kameras ist bis heute erhalten: eine Zeiss‑Ikon Box Tengor, auf deren Rückseite ein kleines Metallschild sitzt, mit zwei Nieten befestigt – die originale Händlerplakette des Photohaus Wörz. Dieses Detail macht die Kamera zu einem unmittelbaren Zeugnis des Blaubeurer Ateliers. Sie wurde dort verkauft, vermutlich in den frühen 1930er Jahren, als die Boxfotografie ihren Höhepunkt erreichte.


Das Metallschild von Photo-Wörz auf

der Tengor Box.


Die Tengor steht damit nicht nur für

die technische Entwicklung der Zeit, sondern auch für die Rolle des Photohauses Wörz als Vermittler der Fotografie im Alltag, denn solche Boxkameras waren damals das offene

Tor zur Amateurfotografie.

Mal sehen, ob sich noch jemand erinnert, an das Geschäft, das bis 1971 bestand, und dessen Ansichtskarten heute noch in Sammlungen auftauchen.


Die Box und die Technik...

Die Tengor-Box und die Bereitschaftstasche...

Die Tengor-Box und die Bereitschaftstasche...

Die geöffnete Box...

Die geöffnete Box...

Die beiden Entfernungsstufen (bis 3m / über 3m): Wenn der Hebel auf „bis drei Meter“ gestellt wird, klappt im Inneren der Kamera automatisch eine zusätzliche optische Linse direkt hinter das Hauptobjektiv. Diese verkürzt die Brennweite, damit Personen ohne Unschärfe fotografiert werden können. Auf der Stellung „über drei Meter“ klappt die Linse weg – bereit für Landschaften und Architektur. 

Die Blenden (11 und 22): Die Kamera besitzt keine moderne Irisblende mit Lamellen. Hinter dem Objektiv sitzt eine solide Metallscheibe mit unterschiedlich großen Löchern.

Bei Blende 11 ist das Loch groß (mehr Licht), bei Blende 22 schiebt sich ein winziges Loch in den Lichtkanal (weniger Licht, aber extreme Tiefenschärfe). 

Ich bedanke mich bei Dieter Reindl für die historisch sehr interessante Box.


Vorher / Nachher...

Neue Möglichkeiten - Bildbearbeitung im Slider!

Die Lotseninsel in der Schlei, 2025 - die Bearbeitung zeigt vermeintlich einen Sonnenaufgang.
Sonnenblumenfeld...

Ein bisschen mit dem Sommer spielen...

Wenn Farbe schweigt.
Die Sonnenblume scheint untrennbar mit ihrem leuchtenden Gelb verbunden zu sein. Doch der direkte Vergleich erzählt eine andere Geschichte. Selbst in einer kontrastreichen Schwarzweißaufnahme bleibt sie unverwechselbar.

Form, Struktur und Proportionen tragen die Bildaussage ebenso wie die Farbe.

Besonders spannend wird der Blick auf die noch geschlossene Blüte. In der Farbaufnahme fällt sie als grüner Kontrast sofort ins Auge. In Schwarzweiß verliert sie diesen farblichen Gegensatz – und gewinnt zugleich eine andere Präsenz.

Ihre Form wird zum eigentlichen Erkennungsmerkmal.

Der Slider lädt dazu ein, für einen Moment auf die Farbe zu verzichten. Was bleibt, ist das Motiv selbst.

Die Bildbearbeitung erfolgte in GIMP und Luminar Neo.


Das Zaunmotiv zur Ausgabe 08/2026

...die Lösung des Alpakas...

Die Lösung des Alpakas...
Kopf durch den Zaun, und weiter futtern!

Ein Maschendrahtzaun ist doch kein Hindernis bei der Futtersuche...


Das Motivationsbild verbreitet nochmals Urlaubsstimmung!

Längst Tradition - Denk mal... - Worte & Bilder. 

Steinmännchen an der Ostsee, 2026,
mit einem Zitat zum Meer...

Das Motivationsmotiv für den September 2026: Steinmännchen an der Ostsee, mit einem Zitat zum Meer...

Einfach mal dem Link folgen - die Motivationsbilder...


Das Bild des Monats...

...kommt diesmal aus Ulm!

Bild des Monats, September 2026 - Ein Sommerabend in Ulm - Spiegelungen entlang der Donau...

Bild des Monats, September 2026 - Ein Sommerabend in Ulm - Spiegelungen entlang der Donau...

Einfach mal dem Link folgen - die Bilder des Monats...



Rückblick...

Was wurde denn an Leserbriefen und Rückmeldungen zur letzten Ausgabe übermittelt?


Dialog...

Der Platz für Rückmeldungen, Anregungen, Wünsche und Kritik... - der Button macht es möglich! Wer traut sich?

Wir Schreiber" hoffen bei jeder neuen Ausgabe darauf, unsere Stammleser - wie auch die „Laufkundschaft" aus den Tiefen des Internets - anzusprechen, und mit unseren Bildern und Artikeln für einige Minuten gut zu unterhalten. Ob es uns mit dieser Ausgabe gelungen ist, das können wir nur über die Reaktionen aus dem Kreis der Lesenden erfahren.

Im Süden Deutschlands, in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg, genauer bei den Schwaben, gibt es da so eine Regel: „Ned gschimpft isch globt gnua!“*

Gerne nehmen wir auch konstruktive Kritik an, freuen uns über Rückmeldungen, ganz egal über welchen Kanal, und planen noch viele weitere Ausgaben des Journals als unser generationsübergreifendes Kommunikationsprojekt!

*Nicht geschimpft ist gelobt genug!

Ja, ich möchte dazu etwas sagen...

Wort-Bildmarke für die Rubrik „Rückmeldungen“

Wenn keine unzustellbaren Sendungen zurück kommen, ist das schon ein gutes Zeichen, und wenn wenige Minuten nach dem Versand kurze Meldungen wie „Danke Thomas, bin gespannt...“ ankommen, weiß ich, dass der Link zugestellt wurde.

Hier werden die Rückmeldungen, die mich über die verschiedene Kanäle erreichen, unzensiert - jedoch manchmal etwas gekürzt - eingestellt.

Dieter der Erste!

...also Dieter Reindl, er gab die erste Rück-

meldung zu Protokoll.












Dieter Leible meldet sich aus Flensburg!

Dieter hätte sich schon um 23:30 Uhr melden können, da war er komplett durch!

Wie gut dass er das nicht getan hat. Das Schloss in Crossen hätte den Aufmacher voll verdient. Tolle Bilder, allein der Festsaal wäre eine Reise wert. Schade, in welchem Zustand sich die Gebäude befinden.

Zur Architektur in Port Olpenitz kam ein etwas knapper, schwäbisch angehauchter Kommentar: „net gschenkt!“ Den Übergang mit der Sandburg in Damp zum Gastartikel meiner Schwester Siggi fand Dieter sehr gelungen, und die Bilder vom Schloss Chambord wären klasse, was ich gerne weitergeben darf. 

Dass die Box aus Blaubeuren einen historischen Wert hat, das hat Dieter nicht geahnt, freut sich aber darüber, dass es so ist. Der Rotweingedanke zur Ernte wird von ihm als hervorragend beschrieben, es wäre längst an der Zeit gewesen, hier die richtigen Weichen zu stellen. Was wäre noch offen? Die Alpaka-Wanderung und das Ulmer Motiv. Gesamtfazit: Alles durchgehend schön.


Lieber Thomas,
das Journal 08/26 kommt zur rechten Zeit am rechten Ort und bietet beste Urlaubslektüre. Gerade bin ich mit der Familie in Kappeln und Flensburg unterwegs. Beides lohnende Reiseziele. Nun weiß ich auch wo ich nicht hin muss: Olpenitz. Ansonsten wieder sehr interessant und informativ. Besten Dank dafür.
LG z.Zt. aus Flensburg



Kontakt / Kommentare...


Die Vorschau auf die nächste Ausgabe: Das Journal 09/2026 mit diesen Themen...

Der neue Mittelpunkt Deutschlands im August 2026

Der Aufmacher...

...um den Mittelpunkt herum!

Auf dem Weg in den Norden haben wir in Thüringen angehalten. Um den Mittelpunkt herum gab es nicht nur die Alpakas, die hier schon gezeigt werden. Wir haben einige Stationen vor der Weiterreise besucht. Heilbad Heiligen-stadt war sehr interessant...

Ulmer Brunnentour 2026 - der Lesertag!
Löwenbrunnen Ulm, Münsterplatz

Und sonst?

Eine Wegmarke...

Die Autobahnkirche St. Thomas von Aquin in Trockau (Oberfranken) liegt an der Autobahn A9 und bietet Reisenden einen stillen Ort der Einkehr. Sie wurde 1949/1950 erbaut und im Jahr 2010 offiziell zur Autobahnkirche ernannt. Eine Pause auf dem Weg nach Osten...

Unterstützung, Symbolbild...
Eine stilisierte Person fügt ein Puzzleteil ein.

Motive & Gedanken...

Das noch fehlende Puzzle-Teil...

Der Produktionsprozess der Journal-Ausgaben ist fließend. Auch wenn der Rahmen der neuen Ausgabe steht, einige Artikel kommen noch dazu, andere werden weichen, um eventuell später noch einen Platz zu finden. Nach dem Journal ist vor dem Journal...


Mein unabhängiges Monatsjournal über Menschen, Orte und ihre Geschichten –

aus dem Blick der Gegenwart.