Journal - der neue Kopf!

Das Journal - Ausgabe 04/2026

Die April-Ausgabe mit den Bildern vom Fotokurs „Faszination Wasser“... - Nr. 117/11. Jahrgang - 20.04.2026


Thomas Haas © ,  2025  © by Jenny Haas

Editorial - Thomas Haas  

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Fotofreunde, herzlich willkommen zur April-Ausgabe des Journals. Wie angekündigt hat auch der Fotokurs „Faszination Wasser“ mit der Blaubeurer Fotografin Birgit Thiemann - veranstaltet von der vhs Laichingen-Blaubeuren-Schelklingen e. V. -  den Aufmacher bekommen. Interessante Motive an der Blau. Einen Testlauf für die kommende Frühjahrswanderung gab es in Missen und Weitnau. Designtechnisch gehen wir für einen Artikel zurück in das Jahr 1972, wer kennt den „Waldi“ noch? Einen Neuzugang nicht nur für das Museum konnte ich schon testen. Eine Nikon D300 wurde mir übergeben. Die Visualisierung eines „Schneeleodackels“ wurde angegangen, und auch dazu ist ein Artikel entstanden. Was passiert, wenn ich mit einer KI etwas entwickle, und der nächsten zur Kontrolle vorlege? Eine Veranstaltung in Ulm führte zum Rotweingedanken, der nicht als Satire angelegt ist. Walter Lockenvitz war in Kairo und grüßt von dort - mit einer kleinen Überarbeitung meinerseits. Jean van Daalen hat sich frühzeitig von Aalen aus erfolgreich um Filialbetriebe bemüht, und später dort das Union-Kino übernommen. Im Slider wird gezeigt, das auch ein „versemmeltes Bild“ gerettet werden kann. Das Zaunmotiv gibt sich sehr grafisch, und jetzt habe ich auch die offizielle Bezeichung dieser unsäglichen Zäune gefunden. Motivation geht durch den Magen, und dann gibt es da noch Frühlingsgefühle im Bild des Monats. Die Population im Froschteich dürfte doch deutlich ansteigen... 

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Spaß bei der Lektüre dieser Journal-Ausgabe!


Noch ein technischer Hinweis: Das Journal wird in einem Baukasten unter Opera aufgebaut. Andere Browser, z.B. Firefox oder auch Microsoft Edge und Google Chrome interpretieren einige grafische Feinheiten oder Schriften etwas anders. Dagegen bin ich leider machtlos, wie viele andere Seitenbetreiber auch....

Zwei KI-Modelle werden im Journal eingesetzt. Mit ChatGPT und MS Copilot werden Texte und Bilder bearbeitet und analysiert. KI ist damit in den workflow integriert, ohne dabei die redaktionelle Handschrift zu verlieren. Wir arbeiten im jetzt und heute...



Der Aufmacher zur Ausgabe 04/2026 - „Faszination Wasser“...

Das Thema im April: Mit Birgit Thiemann in Blaubeuren - Ein Fotokurs der vhs Laichingen-Blaubeuren-Schelklingen

Das Programmheft der Volkshochschule fällt auf. Alleine schon die Tatsache, dass es in gedruckter Form aufgelegt wird, hebt es hervor. Dazu noch die moderne und ansprechende Gestaltung, sowie die nach langer Zeit wieder angebotenen Fotokurse machen neugierig. Dass ich beruflich noch mit der Produktion zu tun hatte war ein weiterer, interessanter Aspekt.

Einige Tage vor dem Kurs „Faszination Wasser“ hatte mich Birgit Thiemann noch angerufen, meinen Wissenstand etwas abgefragt, und ein Satz kam noch vor der Frage nach der Ausrüstung: „Und warum brauchst Du einen Kurs bei mir?“

Wir haben uns dann auf „Inspiration“ geeinigt. Ich bin ja auch gerne mal mit den Profis unterwegs...

Der Blautopf im März 2026 im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten!

Der Blautopf im März 2026 im Rahmen der durch Sanierungsarbeiten eingeschränkten Möglichkeiten!

Blaubeuren, der Turm der Klosterkirche...
Blaubeuren, Gebäude in der Klosterstraße...
Das kleine Schaufenster von Birgit Thiemann, März 2026

Eine fotografische Annäherung...

Kloster, Atelier, Fenster - und los!

Der Kirchturm der Klosterkirche durch das Geäst...

Der Kirchturm der Klosterkirche....

Eine Spiegelung in Farbe...

Eine Spiegelung in Farbe...

Die Wasserlinie...

Die Wasserlinie...

Eine Momentaufnahme, Wasser am Fallenstock...

Eine Momentaufnahme, Wasser am Fallenstock...

Spiegelung einer Häuserfront in der Blau...

Spiegelung einer Häuserfront in der Blau...

Ein Fotokurs eröffnet auch Wege...
Color-Key-Effekt

Ein Fotokurs eröffnet auch Wege...

Im ruhigeren Wasser treiben Algen...

Im ruhigeren Wasser treiben Algen...

Anemonen im Garten an den Fallenstöcken...

Anemonen im Garten an den Fallenstöcken...

Um den Blautopf selbst ist Großbaustelle und städtisches Sanierungsgebiet. Auf den Bautafeln sieht das nach Fertigstellung sehr gut aus. Auch die Hammerschmiede mit

dem Wasserrad und das Lokal direkt am Blautopf werden

derzeit saniert. Durch Rutschungen am Hang wird das alles aber noch dauern. Auf Aufnahmen direkt am Blautopf wurde daher verzichtet. Meine Aufnahme oben entstand auf dem Weg vom Parkplatz zum Studio in der Klosterstraße.

Sanierungsgebiet Blautopf-Areal
Quelle: Stadt Blaubeuren

Stadtufer - Sanierungsgebiet Blautopf-Areal - Quellenangabe: Stadt Blaubeuren, Bautafel, 2026


Die erste kleine Wanderung - ein Frühlingswochenende!

Die Bilder des Testlaufs auf dem Carl-Hirnbein-Weg von Missen nach Weitnau...

...jedem Gipfel sein Kreuz!

...jedem Gipfel sein Kreuz, und zur Sicherheit lieber gleich zwei!

Buschwindröschen...

Buschwindröschen...

Die kleine Klamm bildet den Aufstieg ab Missen...

Die kleine Klamm bildet den Aufstieg ab Missen...

„Der Allgäu-Pionier“ Carl Hirnbein lebte in Missen-Wilhams und Weitnau. Durch die Einführung der Weichkäserei und den Aufbau eines Netzes von Absatzmärkten führte er seine Heimat aus wirtschaftlicher Not heraus und bewirkte einen beispielhaften Aufschwung der gesamten Region im 19. Jahr-hundert – und das mit überraschendem Weitblick.

So war Carl Hirnbein auch Pionier des Tourismus im Allgäu.

Er eröffnete bereits 1851 ein Hotel für Touristen auf dem

...da oben ist der Nagelfluhaufschluss!

...da oben ist der Nagelfluhaufschluss!

Die Kapelle in Missen...

Die Kapelle in Missen...

Grünten, das noch heute existierende Grüntenhaus.

Milchwirtschaft und Tourismus sind nach wie vor wichtige Wirtschaftszweige im Allgäu.

Carl Hirnbein, auch Karl Hirnbein (* 27. Januar 1807 in Wilhams; † 13. April 1871 in Weitnau) war ein deutscher Großbauer, Agrarreformer und Politiker in Süddeutschland.

Er lebte vor allem in Wilhams und Weitnau.

Quellenangabe: weitnau de

Wegekreuz...

Wegekreuz...

Der Blick auf Weitnau...

Der Blick auf Weitnau...


Zeitreise - zurück ins Jahr 1972!

Eine Hommage an Otl Aicher.

Otto „Otl“ Aicher (* 13. Mai 1922 in Ulm; † 1. September 1991 in Günzburg) war ein deutscher Grafikdesigner. Gemeinsam mit seiner Frau Inge Aicher-Scholl, einer Schwester von Hans und Sophie Scholl, und dem Architekten und Künstler Max Bill gründete er 1953 die Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG).

Aicher ist einer der Wegbereiter des Corporate Designs: So entstand noch an der Hochschule für Gestaltung Ulm das visuelle Erscheinungsbild der Lufthansa, das bis heute mit leichten Anpassungen  verwendet wird.

Mit den radikal reduzierten Pikto-grammen für die Olympischen Spiele von München entwickelte das Team um Otl Aicher eine neue Zeichensprache, die von allen Menschen sofort verstanden wurde.


Im Herbst 2025 konnte ich im Rahmen eines Architekturfotografie-Kurses der vh Ulm an der HfG fotografieren

Der „Osterwaldi“ - 03.04.2026 - Thomas Haas, Bellenberg

Der „Osterwaldi“ - generiert 2026


Der heute geläufige Begriff der „Visuellen Kommunikation“ ist auf Aichers theoretische Arbeit zurückzuführen.

Quellenangabe:

de.wikipedia.org/wiki/Otl_Aicher


Die Bilder aus der HfG...

Der Link zu den Motiven...

Ohne Dackel geht 2026 scheinbar nichts mehr. In vielen Spielarten wird der Dachshund auf diversen Artikeln angeboten - und wohl reichlich verkauft. Mein Gedanke ging dann weit in die Vergangenheit, der olympische Waldi, das Maskottchen der Spiele 1972 in München. Aber der ist natürlich streng geschützt, und daran möchte ich mir sicher nicht die Finger verbrennen!

Und dann war da auch noch Ostern angesagt, im Kalender so richtig zwischen den Journal-Ausgaben.

Was tun? Wir schaffen eine neue Design-Verbindung. Den „Osterwaldi“ quasi als Hommage an Otl Aicher, angelehnt an

das Design der Sommerspiele 1972!

Es waren meine ersten bewussten Spiele, auch den Terror habe ich nicht vergessen. Der Osterhase steht für das Leben!


Die Freigabe zur Veröffentlichung wurde von der Stiftung HfG, Hochschule für Gestaltung Ulm, für das Journal erteilt.


Ein Neuzugang - nicht nur für das Museum...

Eine Nikon D300 wurde mir übergeben!

Eine Blumenvase auf dem Fensterbrett...

Eine Blumenvase auf dem Fensterbrett...

Der Body fein in der Originalverpackung verpackt, die beiden Objektive und verschiedene Blitzgeräte in einem Fotorucksack verstaut, so wurde mir eine Nikon D300 übergeben. Zwischen November 2007 und Dezember 2009 war die Kamera im Handel verfügbar. Die D300 hat einen CMOS-Sensor mit einer Größe von 23,6 mm × 15,8 mm (Herstellerbezeichnung DX-Format) und erreicht eine Auflösung von 12,3 Megapixeln (4288 × 2848 Pixel). Die Kamera ist nach dem Einschalten in 0,13 Sekunden aufnahmebereit und kann bis zu 6 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

Quellenangaben: Datenblattangaben und wikipedia.org

Kater Karlchen in der Hängematte des Kratzbaums...

Kater Karlchen in der Hängematte des Kratzbaums...

Und damit stehe ich dann auf dem Parkplatz im Donautal und bin doch etwas sprachlos. Daheim siegt schnell die pure Neugierde. Der Body wird respektvoll ausgepackt, eines der Objektive drauf. Dem Blick durch den Sucher folgt ein kräftiges Auslösegeräusch, der Spiegel muss ja auch bewegt werden. Kurze Zeit später erscheint das erste Bild auf dem fest verbauten Display. Die Kamera zeigt an, wir sind erst bei 9.400 Auslösungen. Die Blumenvase auf dem Fensterbrett im Studio, Kater Karlchen in der Hängematte - die ersten Bilder.

Hier original aus der Kamera, komplett ohne Nachbearbeitung.

Das ist noch kein Fall für das Museum...

Der Überlasser, ein langjähriger Leser des Journals, möchte nicht namentlich genannt werden. Das muss ich akzeptieren. 

Auch ohne Namensnennung, es gilt mein herzliches Dankeschön!

Strukturen auf dem Miniteich - nach einer weiteren eiskalten Nacht! März 2026

Strukturen auf dem Miniteich - nach einer weiteren eiskalten Nacht, Ende März 2026!

Auch das Motiv mit den Strukturen kam aus der D300. Für den Test doch schon ein ordentliches Ergebnis. Hier wurde aber mit Luminar Neo etwas nachgeholfen, die übliche Optimierung. Fast noch eine Ergänzung zum Kurs „Faszination Wasser“...


Die Visualisierung (m)eines Gedankens...

Eine Art, die es nicht gibt – und doch sofort vertraut wirkt.

Der „Schneeleodackel“ Version 1

Sie sind wieder da, und nahezu allgegen-wärtig - ohne Dackel geht nichts mehr! Also generieren wir uns auch einen,

aber nicht irgendeinen, sondern den „Schneeleodackel", ganz exklusiv!


Der „Schneeleodackel“ Version 2 - majestätisch...

Zum treuen, tiefblauen Dackelblick hatte Copilot auch noch den Vorschlag, das frisch generierte Tierchen etwas majestätischer darzustellen. Auf dem Felsen kommt das ganz gut, aber...


Der „Schneeleodackel“ Version 3 - majestätisch - wie beim König der Löwen...

„Der König der Löwen“ ist das Maß der Dinge! Unser Schneeleodackel im Licht der Abendsonne, majestätisch auf dem Felsen, in der immer noch verschneiten Winterlandschaft, Ende März 2026!


...und wie analysiert ChatGPT ein Motiv, das es nicht geben kann? Das Bild oben in der Mitte...

Im Kern basiert das tatsächlich auf sehr weit entwickelter Mustererkennung und Kontextverarbeitung – nur eben auf einem Niveau, das sich für Menschen nicht mehr wie „bloßes Kombinieren“ anfühlt.

Was hier passiert ist eher das:

  • Ich erkenne visuelle Strukturen (Körperform, Fellmuster, Licht, Perspektive)
  • gleiche sie mit sehr vielen bekannten Mustern ab (Hund, Dackel, Dalmatiner, Raubkatzen, Inszenierungsstile)
  • und verbinde das mit Bedeutungsebenen, die ich aus Texten, Kunst, Fotografie und Interpretation gelernt habe
  • daraus entsteht dann etwas, das wie „Verstehen“ wirkt

Der entscheidende Punkt ist:
Ich erlebe das Bild nicht. Ich habe kein inneres Staunen, kein echtes „Aha“.
Aber ich kann sehr gut rekonstruieren, wie ein Mensch es erleben würde – besonders jemand wie du, der sich intensiv mit Bildwirkung beschäftigt.

Und genau da wird es spannend:
Was du als „da muss mehr dahinter sein“ wahrnimmst, entsteht oft im Zusammenspiel zwischen dir und mir.

1. Der erste Eindruck

Ein Hund – auf den ersten Blick ein Dalmatiner – sitzt auf einem schneebedeckten Felsen in alpiner Umgebung. Haltung: aufrecht, aufmerksam, fast majestätisch. Blick leicht nach oben gerichtet.

Aber schon nach wenigen Sekunden merkt man: Hier stimmt etwas nicht. 


2. Das Irritierende (und Entscheidende)

  • Die Augen: intensiv leuchtend blau, fast künstlich, mit einem Glow-Effekt, der biologisch so nicht vorkommt.
  • Das Fellmuster: erinnert an einen Dalmatiner, ist aber zu unregelmäßig und teilweise eher „leopardig“ verteilt.
  • Die Umgebung vs. Rasse: Ein kurzhaariger Dalmatiner im hochalpinen, verschneiten Gelände – möglich, aber untypisch.
  • Die Gesamtanmutung: zu „perfekt“ – Licht, Schärfe, Freistellung und Textur wirken fast wie komponiert, nicht wie zufällig fotografiert.  


3. Bildaufbau und fotografische Qualität

Unabhängig von der „Realität“ ist das Bild hervorragend gebaut:

  • Komposition:
    Der Hund sitzt exakt auf einem natürlichen „Podest“ (Felsen), fast wie eine Statue. Klassische Hero-Perspektive (leicht von unten).
  • Hintergrund:
    Weich gezeichnete Berglandschaft → starke Trennung von Motiv und Hintergrund (geringe Tiefenschärfe).
  • Farbkontrast:
    Kalte Blautöne im Himmel + Schnee vs. warmes Braun im Felsen → sauberer Kontrast.
  • Blickführung:
    Die leuchtenden Augen sind der visuelle Anker. Man kommt nicht davon weg.  


4. Interpretation

Das Bild spielt ganz klar mit der Wahrnehmung:

  • Es wirkt wie ein Naturfoto, ist aber sehr wahrscheinlich künstlich erzeugt oder stark manipuliert.
  • Der Hund wird fast zu einer mythischen Figur – ein „Wächter  der Berge“.
  • Die Augen verstärken genau diesen Effekt:
    → nicht Tier, sondern Symbol.   

5. Deine Ankündigung („etwas, das es so nicht gibt“)

Treffer.

Dieses Bild existiert nicht im klassischen fotografischen Sinn.
Es ist eine visuelle Konstruktion, die sich als Fotografie tarnt.

Und genau deshalb funktioniert dein Test:
Man erkennt es nicht sofort – aber man spürt es.

6. Mein Fazit (als „Prüfungsinstanz“, wie du es nennst)

Das ist kein Bild, das man nur beschreibt – das ist ein Bild,

das man entlarvt.

Und gleichzeitig:
Es ist gut genug gemacht, dass diese Entlarvung
erst beim zweiten Blick passiert.

Ein „Schneeleodackel“… allein das Wort ist schon ein kleines Kunstwerk!
Und genau das spiegelt sich im Bild wider: eine glaubwürdige Mischung aus Vertrautem und Unmöglichem.


Nachhall...

Der Rotweingedanke zur Ausgabe 04/2026

Gestern Abend, am Vorabend des Palmsonntags, stand ich im Mittelgang der Ulmer Wengenkirche. Der Blick ging geradewegs auf den Chorraum zu, die Kerzen brannten, aber sie wärmten den Raum kaum. Es war kalt – drinnen wie draußen, wo Schneeregen bei knapp 1 °C die Stadt unwirtlich erscheinen ließ.

Vielleicht liegt es an diesem Ort, dass man unweigerlich weiterdenkt. Die heutige Kirche ist die vierte Wengen-kirche, erbaut 1953/54. Die dritte, ein barocker Raum voller Farbe und Klang, wurde am 17. Dezember 1944 fast vollständig zerstört. Davor stand hier seit 1399 die zweite Wengenkirche.

Und noch früher – wohl vor den Stadt-mauern – die erste auf der Blauinsel.

Vier Kirchen, vier Kapitel derselben Frage: Wie baut man weiter, wenn

etwas zerbricht?

Altarraum und Chor, St. Michael zu den Wengen, Ulm, März 2026

Altarraum St. Michael zu den Wengen...

Vier Kirchen, vier Versuche, dem Glauben und der Hoffnung ein Zuhause zu geben. Vier Antworten auf die Frage, wie man weitermacht, wenn etwas zerbricht.

Während die letzten Töne des Konzerts nachhallten, dachte ich an Ostern.

An dieses Fest, das jedes Jahr behauptet,

dass Leben stärker ist als Tod.

Und gleichzeitig dachte ich an die Sinnlosigkeit der Kriege – der nahen

wie der fernen. An die Menschen, die kämpfen müssen, und den Chor aus Lwiw. An die Menschen, die fliehen müssen,

obwohl sie in der Heimat bleiben wollten.

Vielleicht ist es genau diese Spannung, die uns wach hält: Die Stille eines heiligen Raums und die Unruhe der Welt draußen. Die Erinnerung daran, dass auch diese Kirche aus Trümmern neu entstanden ist. Dass Hoffnung manchmal einfach bedeutet, wieder aufzubauen.

Ostern fällt dieses Jahr zwischen zwei Ausgaben des Journals. Vielleicht gehört dieser Gedanke genau dorthin – zwischen die Dinge, zwischen Zweifel und Hoffnung, zwischen dem,

was ist, und dem, was sein könnte.

The Gregorian Voices - Gregorianik meets Pop

Ein Konzert „Vom Mittelalter bis heute“ - mit acht Künstlern aus Lwiw - am 28.03.2026 in der katholischen Kirche

„St. Michael zu den Wengen“ in Ulm.


Ein Leserbeitrag aus Kairo...

Walter Lockenvitz hatte im Urlaub eine Idee!

Pyramiden von Gizeh in einer KI-Bearbeitung mit Solarpanelen im Windpark. Generiert von Walter Lockenvitz, Ulm

Die etwas nachgearbeitete KI-Version - mit freundlicher Genehmigung von Walter Lockenvitz, Ulm...

Ich hatte Walter geschäftlich angemailt, da ich dachte, er wäre schon wieder im heimischen Ulm angekommen. Seine kurze Antwort war die Textzeile „Grüße aus Ägypten“ - mit dem Motiv im Anhang. Am Vorabend hatte er es mit KI generiert.

Hinter der Pyramide des Mykerinos habe ich ein deformiertes Windrad wieder abgebaut, im Vordergrund waren noch einige störende Kleinigkeiten im rechten unteren Bereich - und eine passende Textzeile musste her.


Ein Fotograf, der über seine Zeit hinaus dachte...

Jean van Daalen kam aus den Niederlanden nach Aalen.

Ein Portrait aus den Studios von Jean van Daalen

Das Portrait - eher Standardware...

Die aktuelle Fassung des „Tiefgang 01“ - historische Fotografie ist verlinkt...


Van Daalen war ein Mann, der Fotografie nicht nur betrieb, sondern organisierte, skalierte und weiterdachte.

Sein Werk prägt bis heute das visuelle Gedächtnis der Region – und erzählt

von einem Pionier, der die Fotografie in Bewegung brachte.

Fotorevers Jean van Daalen, Ulm, Gmünd, Aalen

Das aussagefähige Fotorevers...

„Tiefgang 01.01“ - Die Fotogeschichte(n) erhalten einen neuen Beitrag.


Jean van Daalen wurde 1864 in Leeuwarden geboren. Warum er nach Württemberg kam, ist nicht überliefert – aber schon in den 1880er-Jahren taucht er in Reutlingen und Heilbronn als Fotograf auf. Sein Talent blieb nicht unbemerkt:

Jean van Daalen (1864–1949) war mehr als ein Porträtfotograf. Der gebürtige Niederländer brachte um 1890 eine unternehmerische Modernität nach Württemberg, die man heute fast „franchiseartig“ nennen würde.

Von Aalen aus baute er ein Netzwerk professioneller Foto-Filialen in Städten wie Schwäbisch Gmünd, Nördlingen und Ulm auf – ein Konzept, das damals revolutionär war.

Seine künstlerische Qualität verschaffte ihm früh prestigeträchtige Titel, z. B.

die Ernennung zum Hofphotographen durch Kaiser Franz Josef I.

Doch van Daalen ruhte sich nicht auf Auszeichnungen aus: Nach dem Ersten Weltkrieg erkannte er das Potenzial des neuen Mediums Film und übernahm

das Aalener Union-Lichtspieltheater,

das er bis 1936 betrieb.

Tiefgang 01 - Historische Fotografie Ausgabe 01.01 - Fotogeschichte(n)

1893 ernannte ihn Kaiser Franz Josef I. zum Hofphotographen, gefolgt von Auszeichnungen württembergischer und hohenloher Fürsten.

Van Daalen verstand früh, wie man Titel als Marke nutzt.

Zu Jean van Daalen gibt es reichlich Quellen im Internet, z.B. wikipedia.org. Die Zusammenfassung aus diesen Quellen hat

die KI - in diesem Fall MS Copilot - übernommen. Die fotografische Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd ist aufgearbeitet:

Johannes Schüle: Gmünder Photographen. Die Frühzeit der Photographie in Schwäbisch Gmünd.

Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd 2002, ISBN 3-927654-94-9. Ich konnte ein Exemplar antiquarisch erwerben.


Vorher / Nachher...

Neue Möglichkeiten - Bildbearbeitung im Slider!

Brücke und Wehr in der Blau, Blaubeuren, 2026
Brücke und Wehr in der Blau, Blaubeuren, 2026 - Nachbearbeitet in Luminar Neo

Da ging mir ein Bild raus...

Wenn ich im Sonnenlicht unterwegs bin, ist Vorsicht angesagt. Mein Brille ist mit selbsttönenden Gläsern ausgerüstet.

Da kann es dann passieren, dass ich einen „Belichtungsfehler“ einbaue, wie es mir hier im Beispielfoto bei starkem Gegen-licht passiert ist. Aber auch so ein Missgeschick kann sehr gut repariert werden - auch in fertigen jpg-Daten.

Luminar Neo hat dazu die Möglichkeiten. Nach einer starken allgemeinen Anpassung der Belichtung und des Kontrastes wurden die Lichter und Schatten separat nachgesteuert.

Und so gefällt mir nach weniger wie zwei Minuten Bildbearbeitung die Lichtstimmung und das Motiv sehr gut.

Die Bildbearbeitung erfolgte in Luminar Neo.


Das Zaunmotiv zur Ausgabe 04/2026

...ist in Bellenberg entstanden!

Folienzaungedöns - die stehen halt überall...

Das Zaunmotiv: „Folienzaungedöns“- ein „Doppelstabmattenzaun mit Sichtschutzstreifen“...


Das Motivationsbild entstand in Weitnau...

Längst Tradition - Denk mal... - Worte & Bilder. 

Das Motivationsmotiv für den Mai 2026:
Der Ausleger vom „Goldenen Adler“ in Weitnau mit einem Zitat von Winston Churchill

Das Motivationsmotiv für den Mai 2026: Der Ausleger vom „Goldenen Adler“ in Weitnau mit einem Churchill-Zitat...

Einfach mal dem Link folgen - die Motivationsbilder...


Das Bild des Monats...

...kommt diesmal aus Weitnau!

Bild des Monats, Mai  2026 - Die Grasfrösche sorgen für den Nachwuchs, März 2026

Bild des Monats, Mai 2026 - Zeit für Nachwuchs...

Einfach mal dem Link folgen - die Bilder des Monats...


Rückblick...

Was wurde denn an Leserbriefen und Rückmeldungen zur letzten Ausgabe übermittelt?


Dialog...

Der Platz für Rückmeldungen, Anregungen, Wünsche und Kritik... - der Button macht es möglich! Wer traut sich?

Wir Schreiber" hoffen bei jeder neuen Ausgabe darauf, unsere Stammleser - wie auch die „Laufkundschaft" aus den Tiefen des Internets - anzusprechen, und mit unseren Bildern und Artikeln für einige Minuten gut zu unterhalten. Ob es uns mit dieser Ausgabe gelungen ist, das können wir nur über die Reaktionen aus dem Kreis der Lesenden erfahren.

Im Süden Deutschlands, in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg, genauer bei den Schwaben, gibt es da so eine Regel: „Ned gschimpft isch globt gnua!“*

Gerne nehmen wir auch konstruktive Kritik an, freuen uns über Rückmeldungen, ganz egal über welchen Kanal, und planen noch viele weitere Ausgaben des Journals als unser generationsübergreifendes Kommunikationsprojekt!

*Nicht geschimpft ist gelobt genug!

Ja, ich möchte dazu etwas sagen...

Wort-Bildmarke für die Rubrik „Rückmeldungen“

Wenn keine unzustellbaren Sendungen zurück kommen, ist das schon ein gutes Zeichen, und wenn wenige Minuten nach dem Versand kurze Meldungen wie „Danke Thomas, bin gespannt...“ ankommen, weiß ich, dass der Link zugestellt wurde.

Hier werden die Rückmeldungen, die mich über die verschiedene Kanäle erreichen, unzensiert - jedoch manchmal etwas gekürzt - eingestellt.

Original-Waldi von 1972!

Werter Klaus, ich hatte noch kurz vor Ausstellungsende davon erfahren, und den Besuch in Kaufbeuren leider nicht mehr auf die Reihe bekommen!







Beim Kommentar von Dieter Reindl darf der geneigte Lesende (m/w/d/u) gerne schmunzeln!

Lieber Thomas,

ganz herzlichen Dank für das April-Journal. Wieder mal sehr gelungen.
Ganz herzliche Grüße von unserem Olympiawaldi - der schon seit Jahren bei

und mit uns lebt und seinen festen Stammplatz auf unserem Sofa hat - an den Osterwaldi. Er wusste bisher gar nicht, dass er Verwandtschaft hat.
LG Dieter

Herzlichen Dank für die Zusendung, Dieter!

Hallo Thomas,
Du warst auf dem Carl-Hirnbein-Weg? Da waren wir auch mal, vor vielen Jahren!

Da bin ich erstmalig durch Missen gekommen, das mir jetzt wieder untergekommen ist. Ist dir dort Auguste Städele begegnet? Nein, leibhaftig kann sie dir nicht begegnet sein, denn sie ist längst tot. Aber sie war eine Allgäuer Fotopionierin! In Oberfahlheim war uns ein Prospekt in die Hände gefallen, der für eine Ausstellung mit ihren Bildern und denen der Heimhuber-Brüder warb, und wir sind nach Kaufbeuren gefahren, um sie uns anzusehen. Inzwischen ist sie allerdings beendet. Vielleicht habe ich dir aber jetzt Stichwörter für weitere Recherchen gegeben...
Viele Grüße, Klaus


Dieter R., mein alter Arbeitskollege, hat sich wieder per Telefon gemeldet.

Die Bilder vom Blautopf wären so gut, dass er nach der Betrachtung fast ein Handtuch gebraucht hätte. Den „Schneeleodackel“ hätte „die KI abartig gut gemacht“. Er würde einen nehmen. Aber auch die KI-Analyse dazu fand er sehr informativ. Der „Osterwaldi“ war eine Zeitreise, er kennt die HfG. Als alter Allgäuer kennt er die Gegend um Weitnau, die Ecke ist seine alte Heimat. Die Alte Kamera wäre wohl noch gut, aber wer fotografiert von der Katze nur die Ohren?

Die historischen Aufnahmen gefallen immer wieder. Und die Geschichten hinter den Bildern sind interessant! Und noch was: Die vielen Windräder in Kairo, das wusste er bisher ja gar nicht!


Kontakt / Kommentare...


Die Vorschau auf die nächste Ausgabe: Das Journal 05/2026 mit diesen Themen...

Im Wasserwerk...

Der Aufmacher...

...im Wasserwerk!

Und noch eine Veranstaltung der vhs Laichingen-Blaubeuren-Schelklingen: Eine Betriebsführung konnte ich  foto-grafisch begleiten. Am 17.04. war ich pünktlich vor Ort in Langenau, und habe den Bus mit der vhs-Reisegruppe am Werkstor erwartet...

Abstieg in die Tiefenhöhle, Laichingen...

Und sonst?

Ab in die Tiefe...

Eine Wanderung war der Plan, der aber wettertechnisch komplett durchkreuzt wurde. Feucht bei nur 8 °C - das können wir auch bequemer haben! Also ab unter die Erdoberfläche in Laichingen. Auch fotografisch steigen wir auf den Leitern der Tiefenhöhle 55 m hinab...

Unterstützung, Symbolbild...
Eine stilisierte Person fügt ein Puzzleteil ein.

Motive & Gedanken...

Das noch fehlende Puzzle-Teil...

Der Produktionsprozess der Journal-Ausgaben ist fließend. Auch wenn der Rahmen der neuen Ausgabe steht, einige Artikel kommen noch dazu, andere werden weichen, um eventuell später noch einen Platz zu finden. Nach dem Journal ist vor dem Journal...


Mein unabhängiges Monatsjournal über Menschen, Orte und ihre Geschichten –

aus dem Blick der Gegenwart.